Reviews » GamesCom Fazit » Benila

  • Gamulkas @ 18:05

    check mal deine mails ab, hattest mal eine von mir bekommen damals ;)

  • Superlefty @ 13:46

    he gamu hier lefty am start

  • Gamulkas @ 19:56

    hat jmd was von lefty gehört? :(

  • cloud89 @ 09:26

    Hey flap :)

  • Flap @ 12:53

    RE!

BENILA Vol. 3

Fünf lange Tage habe ich auf der GamesCom verbracht. Es wird also Zeit für ein kleines Fazit.
Erst einmal bin ich froh das man ein klein wenig an der Verteilung der Hallen gearbeitet hat. So waren dieses Mal die Hallen 6, 7 und 9 ausschließlich den Games gewidmet. Der hintere Teil von Halle 8 hatte zudem viele andere Stände, wie einen Retro- und USK-Stand und weitere zu bieten. Dieses Mal wurde auch die Halle 10 besser genutzt. Doch auch weiterhin sollte die Koelnmesse an der Planung arbeiten, damit es an einigen Ständen nicht zu Überfüllungen kommt und sich die Besucher besser auf die Hallen verteilen.
Es gab dieses Jahr deutlich mehr Sicherheitsleute, bei denen man zu keinem Zeitpunkt den Eindruck hatte, das sie die Lage nicht unter Kontrolle hatten. Einzig manche Damen an den Eingängen waren nicht so freundlich wie man es hätte erwarten würde. Generell kann man aber sagen das fast alle Mitarbeiter nett und zuvorkommend waren. Wie stark der Einfluss des Presseausweises kann hierbei von meiner Seite nicht nachgewiesen werden.

Nun zu den Highlights der Messe:
Es war schon vorher klar das Modern Warfare 3 und Battlefield 3 die meiste Aufmerksamkeit erhalten werden, gefolgt von Skyrim, Rage und den ganzen MMOs.
Für mich gab es dennoch andere Higlights.
Jump&Run:
Rayman Origins hat mich bereits von der Präsentation auf der E3 fasziniert. Auf der GamesCom konnte man eine andere Demo spielen, die aus drei Level bestand und die man mit bis zu drei Freunden zocken konnte. Manchmal fühlte sich die Steuerung zwar etwas träge an, aber dadurch das man erst zum letzten Checkpoint zurückkehren muss wenn alle vier Spieler gleichzeitig sterben, kommt nur selten Frust auf. Die Grafik ist wirklich gelungen und der Humor ist schräg, so wie man es von Rayman und auch den Rabbids gewohnt ist.
RPG:
Drei weitere tolle Spiele waren Xenoblade Chronicles, The Last Story und Pandora's Tower. Xenoblade habe ich zwar bereits vor einigen Wochen anzocken können, aber ich war froh das Nintendo den Titel gezeigt hat, obwohl er bereits am Freitag erschienen ist. Heute habe ich den Titel begonnen und bin sehr begeistert von dem Spiel. Es ist so wie ich mir Final Fantasy seit Jahren gewünscht habe. The Last Story spielt sich garnicht mal so unähnlich und dadurch hat es mich auch in seinen Bann gezogen. Die Zwischensequenzen sind auf einem unglaublich hohen Niveau, jedoch ist die Umgebung im eigentlichen Spiel teilweise ziemlich öde. Leider war der Titel nur auf Japanisch spielbar. Dasselbe gilt für Pandora's Tower, den man dort ebenfalls nur auf japanisch und von Anfang an zocken konnte. Angespielt habe ich es nicht, da ich die erste halbe Stunde bereits gesehen habe.
Geschicklichkeit:
Ein Titel, den ich stundenlang zocken könnte ist Rhythm Heaven für Wii. Die Spiele sind so simpel, das man sie binnen Sekunden erlernt und dann nicht mehr davon loskommt. Wer Rhythmus im Blut hat, kommt an diesem Spiel 2012 auf keinen Fall vorbei.
Rennspiel:
WipEout 2048. Eins meiner Most Wanted Spiele war ebenfalls spielbar. Leider konnte ich nur drei der vier Strecken auf der PS Vita ausprobieren, bevor ich freundlich rausgebeten wurde, da bereits die nächsten Spieler reingelassen werden sollten. Im Gegensatz zu den Vorgängern sieht es deutlich realistischer und nicht mehr so verspielt aus. Die Strecken sind verzweigter, schlechter einzusehen und bieten häufiger mehrere Wege. Grafisch sieht es für einen Handheld atemberaubend aus. Für mich ist WipEout der Hauptgrund sich eine PS Vita zuzulegen.
Ego-Shooter:
Weiterhin bin ich sehr von Borderlands 2 angetan. Der Grafikstil, die coole Action und der schwarze Humor machen den Titel zu einem interessanten Ego-Shooter, der sich von der Masse à la Battlefield abhebt.
Adventure:
Selbst ein PC-Spiel fand ich sehr spannend inszeniert. Haunted, ein Point&Click Adventure, welches von dtp Entertainment gepublished wird. Es spielt sich wieder jeder andere Titel des Genre, aber es hat seinen eigenen Charme, mit guten deutschen Synchronsprechern, einer interessanten Fantasystory und logischen Rätseln.
Hardware:
Auf Grund von mangelnden Alternativen war die PS Vita die beste neue Hardware für mich. Der Bildschirm ist kristallklar und bietet superklare Farben. Leider ist das Handling etwas gewöhnungsbedürftig und die Aktionstasten sind zu klein und liegen zu nah am Analogstick.
Außer Konkurrenz:
MilkyBoat
. Jenes Spiel von dem ich bereits die letzten beiden Tage berichtet habe. Bei diesem Realspiel steuert man mit einem RC-Controller ein Schiff auf einer weißen zähen Flüssigkeit, auf der das Spielfeld mit Hilfe eines Beamers projiziert wird. Wie genau die Kontrollabfrage abläuft und ob das Schiff sich nach jedem Spiel magnetisch bewegt weiß ich leider nicht genau.
Der Retrostand war auch in diesem Jahr wieder recht stark besucht. Vorallem der Bomberman-Klon für den C64, den man zu viert spielen kann, zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Um einfach mal eine oder zwei Stunden zu entspannend war dieser Retrostand genau das richtige.
Bester Stand:
Es gab dieses Jahr einige gute Stände, aber leider auch einige die wirklich schlecht waren. Die Abwesenheit von Square Enix war sehr enttäuschend. Lediglich Deus Ex (von Eidos) wurde bei Deep Silver und Final Fantasy XIII-2 an zwei Konsolen und keinerlei Werbung bei Microsoft gezeigt. Für solch eine große Firma sehr schwach. Sehr gefallen dagegen hat mir der 2k Games Stand. Zwar habe ich dort nur Borderlands 2 gesehen, aber die Präsentation war sehr gut, das Kino erstaunlicherweise ziemlich groß (200 Leute) und die Mitarbeiter freundlich. Die Warteschlange ragte zwar bis in den Gang hinein, aber da vor 2K etwas Platz war, verstopfte somit kein wichtiger Gang. Weiterhin kam jeder rein, der sich angestellt hatte. Die Bühnenshow war ebenfalls gut und die Moderatoren und Messebabes in bester Laune. An diesem Stand herrschte vorallem Sonntagnachmittag eine super Stimmung und 2K haute eine Kiste voller Goodies nach der anderen raus. Auch in der Business Area fiel 2K sehr positiv auf.
Nintendo hat in diesem Jahr viel richtig gemacht. Am besten sorgte Charles Martinet, der Sprecher von Mario und seinen Freunden sowie von einigen anderen Spielen und Filmen, für Stimmung. Er gab mehrere Autogrammstunden und war in der Business Area jederzeit ansprechbar und plauderte viel aus dem Nähkästchen. Er ist ein sehr redseliger Genosse, der immer wieder Scherze macht.
Capcom hatte dieses Jahr gleich drei Produzenten eingeflogen, die Autogramme vergaben. Als Wiedergutmachung für das gecancelte Mega Man Legends 3 war dies zumindest ein guter Anfang. Dafür wurde Devil May Cry 5 nicht der Öffentlichkeit gezeigt.
Sega war nun auch wieder da und konzentrierte sich sehr stark auf Sonic, zumindest in den Entertainment-Hallen. In der Business Area zeigte man dagegen auch andere Spiele, aber legte den Hauptaugenmerk auch auf Sonic und lies sogar Iizuka, einen der Hauptentwickler von Team Sonic einfliegen.

Wo Licht ist, ist jedoch auch Schatten und je heller das Licht ist, desto dunkler ist dessen Schatten.
So ist es auch mit der GamesCom. In den vergangenen zwei Jahren bekam die GamesCom immer mehr Aufmerksamkeit und immer mehr Besucher kamen zur Messe, sodass sie voller und voller wurde. An manchen Ständen waren eine Wartezeit von drei Stunden die Regel und keine Ausnahme. Beim Beispiel Battlefield 3 gab es knapp 70 Anspielstationen, sodass alle 15 Minuten neue Spieler den Stand betreten konnten. Hierbei geht ein Lob an EA für den gut organisierten Stand und den vielen Anspielstationen. Kaum ein anderes Spiel hatte so viele Stationen zu bieten, wodurch eine Verkürzung der Wartezeit hier praktisch ausgeschlossen ist. Bei kleineren Spielen wie Catherine betrugen sie aber auch zwischen 30 und 40 Minuten, wobei hier nur knapp ein Dutzend Besucher vor einem standen. Hier macht es sich dann bemerkbar was passiert wenn nur 4 Konsolen mit dem Spiel aufgestellt werden.
Die Preise der Essensstände waren auch in diesem Jahr unheimlich unverschämt. 7€ für ein paar Nudeln mit ein wenig Fleisch ist schon ziemlich dreist. Eine 0,25l Dose kostete mitunter 3€! Im Gegensatz dazu gab es ab Nachmittags an einigen Ausgängen kostenlose Coke Zero inklusive Burger King Gutscheine. Diese Aktion hat die unglaublich hohen Preise einen dann fast vergessen lassen.
Nochmal zurück zu den Besuchern: Es ist verständlich das die Koelnmesse ab 62.000 Besuchern keine neuen mehr reinlässt, aber für die Wartenden ist es draußen in der Sonne nicht mehr gerade gemütlich. Da helfen kostenlose Getränke und ein paar Shows auch nur wenig. Hier geht eine dringende Bitte an die Messe: Nutzt auch die Hallen 1-3! Wenn man die Standpreise etwas senkt, können sich die Firmen größere Stände für die Wartenden leisten und der eSports- und Online-Bereich weiter ausgebaut werden. Bei Skyrim ging die Warteschlange bis ins Freie zwischen zwei Hallen und genau so etwas sollte unbedingt vermieden werden!
Die riesigen Menschenmassen am Morgen sind wirklich beeindruckend und beängstigend wenn man bedenkt das es teilweise nur 5 Eingangsschleusen Himmelsrichtungeingang gab.
Manche Firmen übertreiben sehr mit ihrer Lautstärke. Egal wie schlecht ein Spiel ist, wenn man die Boxen voll aufdreht wird sich bestimmt jemand für das Spiel interessieren. Auch manche Bühnenshows waren unverschämt laut. Einige Kopfhörer übrigens auch, die man nicht leiser stellen konnte. Gruß an Warhammer 40k: Space Marine an dieser Stelle. Bei manch anderen Spielen hat man dagegen kaum etwas verstanden. Ich war beeindruckt wie gut die Kopfhörer waren die NamcoBandai zur Verfügung stellte. Wenn alle solche benutzen würden, würden die Ohren geschont werden, man könnte alles verstehen und hätte kaum Nebengeräusche.
Als letztes muss ich noch ankreiden das es bei solch riesigen Menschenmengen natürlich immer schwarze Schafe gibt. Goodies wieder zurück auf die Bühne werfen und dabei Personen verletzen oder sich um T-Shirts schlagen wollen. Es ist schade das solche Menschen das Bild der unglaublich friedlichen Messe schier zerstören möchten.

Abschließend möchte ich mich bei all den netten Mitarbeitern und Sicherheitsleuten für die sehr unterhaltsame und spaßige GamesCom bedanken. Auch wenn man noch einiges verbessern sollte, so macht die GamesCom jedes Jahr auf's neue Laune.
Egal wie stark mein Negativteil herüber kommen mag, ich bin froh das die GamesCom hier stattfindet und genau so ist, wie sie ist: Eine Gamingmesse. Und jetzt wird angefangen sich auf die nächste GamesCom zu freuen.


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#1 Superlefty ( 27.08.2011 - 20:39 )

Superlefty
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Wohnort: 76437 Rastatt Baden-Würtemberg

Ja ich freu mich schon riesig auf´s nächste Jahr auf dem ich auf jeden dabei sein werde^^

 

BTW: meine Berichte folge auch demnächst, ist halt schwer wenn man immer für nee woche ohne netz weg ist ( und ohne Conny...)